Wie alles begann…

1997 wurde ich auf der Messe WiHaHo im Sportland Flensburg das erste Mal mit Motivstempeln konfrontiert. Begeisterte Bastlerin bin ich schon seit meiner Kindheit, nur meine Handschrift war mir nie „schön“ genug. Da hatte ich wunderschöne Weihnachtskarten gebastelt und es gehörte nun mal auch ein entsprechender Weihnachtswunsch in schöner Schrift dazu. Genau Letzteres brachte mich an meine persönlichen Grenzen. Stempel waren da die perfekte Lösung! Wunderschöne Schriftzüge, die man mittels der Embossingtechnik auch noch als Relief aufbringen konnte. Das war genau das Richtige für mich und schon gehörten mir drei Stempel, ein Stempelkissen und Embossingpulver in Silber, Weiß und Gold. Zwei Stempel waren Weihnachtsgrüße, der dritte eine lustige Kuh, die unbedingt mit musste:

Damals lebte ich in Hamburg. Dort gab es auch den Stempelladen „Phantasia“ auf den mich ein Freund hinwies.  Nach meinem ersten Besuch dort geriet alles ins Rollen. Ich kaufte noch mehr Stempel, lernte neue Techniken, insbesondere das Szenestempeln. Dadurch wurde ich auch zur regelmäßigen Besucherin des monatlichen Stempelstammtisches der Alsterstempressionisten, den es heute noch gibt. Außerdem veranstaltete Phantasia 1998 einen Wettbewerb unter dem Motto „Geh’n wir mal zu Hagenbecks“ bei dem ich den dritten Preis gewann, einen Stempelgutschein über 20 DM. Leider habe ich nur eine Farbkopie meines Beitrags:

Das Stempeln kommt aus den USA und war 1998 schon sehr populär in Deutschland. Es gab verschiedene Stempel-Sonderausgaben von Handarbeits- und Bastelzeitschriften und sogar eine Stempelzeitung. Darüber hinaus wurden in der deutschen Stempelszene regelmäßig Mail-Art-Projekte (kurz: MAP’s) veranstaltet. Dabei wurde von einem Stempler, meistens einer Stemplerin, ein Thema vorgegeben, z.B. „Werbung“. Wer wollte hat je nach Vorgabe 5 – 10 Karten (gleiche oder verschiedene) zum Thema gestempelt und zum vorgegebenen Termin an die Veranstalterin geschickt.  Die hat dann die Karten umverteilt und wir bekamen die gleiche Anzahl Karten anderer Stempler zum Thema zurück. Das war immer fast so schön wie Weihnachten!

Das Interesse am Szenestempeln ist bei mir und vielen anderen Stemplern stark zurück gegangen. In der Stempelszene werden jetzt ATC’s (Artistic Trading Cards) getauscht. Ein Format und ein Stil, für den ich micht nicht so richtig begeistern kann. Das Geschäft Phantasia in Hamburg gibt es schon viele Jahre nicht mehr. Ich habe im Jahr 2000 das letzte Mal an einem MAP teilgenommen und 2002 die letzten Szenen gestempelt:

Dann folgten einige Jahre in denen ich wenig, bis gar keine Zeit zum Stempeln hatte. 2006 und 2007 gab es noch mal  Weihnachtskarten, bei denen sich mein Stil schon deutlich verändert hat:

Im Sommer 2009 brach dann das Stempelfieber wieder richtig aus bei mir. Ich stempelte die Einladungs- und Menükarten für die goldene Hochzeit meiner Eltern und hatte richtig Spaß dabei. Klar, dieses Jahr musste es unbedingt auch wieder gestempelte Weihnachtskarten geben und im November startete die Produktion. Leider war ich durch mein Studium und damit verbundene Termine dann aber so beansprucht, dass ich keine Zeit für die Endmontage und das Schreiben hatte… In diesem Zusammenhang musste ich auch feststellen, dass viele meiner Lieblingsstempelfirmen nicht mehr existieren. Aber es gab auch „Neue“  und ich wunderte mich über Stampin‘ Up! Stempelsets, die bei ebay zu unglaublichen Preisen verkauft wurden. Übrigens häufig weit über dem Katalogpreis, wie ich heute weiß.

Bei einem Besuch bei meiner Stempelfreundin Heidi lernte ich im April 2010 die tollen Stanzen von Stampin‘ Up! kennen und war sofort Feuer und Flamme – ich wollte auch mal zu einer Stempelparty. Ich suchte und fand im Internet meine heutige Stempelmama Doris Kroh – ganz in der Nähe. Ich durfte mit zu einer ihrer Gastgeberinnen und war sofort begeistert von der Kombination von Stempeln und Stanzen. Das Interesse an der Tätigkeit als Stampin‘ Up! Demonstratorin war geweckt. Ich habe mir das Ganze dann noch einmal gut überlegt und die Entscheidung bis heute nicht bereut – seit Anfang Juni 2010 bin ich unabhängige Stampin‘ Up! Demonstratorin :-).

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Über Andrea Matzen
Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich bin unabhängige Stampin' Up! Demonstratorin und wohne im wunderschönen Flensburg.

2 Responses to Wie alles begann…

  1. Sonja Schmidt says:

    Deine Seite ist dir sehr gelungen. Ich finde sie sehr interessant. Ich freue mich schon auf deine nächste Vorstellung.
    Gruß Sonja

  2. bine says:

    Ein toller Bericht! Und auch tolle Arbeiten! … Wenn man einmal vom Stempelfieber angesteckt ist wird man es nicht mehr los! 🙂 kann ich auch bestätigen…
    LG
    Bine

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